Eine Kupfer-goldene Legierung – angewendet als ein durch und durch modernes Material für einen Firmensitz – avisiert die Ablösung der alten Schwerindustrie im Ruhrgebiet durch neue Hightech-Unternehmen. Das kürzlich fertiggestellte Gebäude steht im Mittelpunkt einer Wiederbelebung eines Geländes, das früher zur Stahlproduktion in Dortmund genutzt wurde.

Seit 1990 konzentriert sich das Dortmunder Unternehmen Microsonic auf die Entwicklung und Produktion innovativer Ultraschallsensoren für die industrielle Automatisierungstechnik. Durch das neue Headquarter-Gebäude wurde nicht nur die Produktionskapazität verdoppelt, sondern auch ein leichtes, attraktives und offenes Arbeitsumfeld geschaffen, das dem Ethos eines innovativen Technologieunternehmens entspricht.

Entworfen von den Architekten F & G Geddert und plus 4930 vereint das dreigeschossige Gebäude Fertigungs- und Lagerflächen, Entwicklungslaboratorien und ein Büro für Management, Vertrieb und Verwaltung.

Der Klang von Kupfer

Die goldenen Fassaden des Gebäudes umfassen Längskassetten, hergestellt aus Nordic Royal – einer Legierung aus Kupfer mit Aluminium und Zink – mit einem regelmäßigen Muster von kreisförmigen Perforationen. Ihr zeitgenössisches Aussehen bezieht sich auf subtile Hinweise auf die Geschichte und die Zukunft von Microsonic und seiner Lokalität, die sich in einer Intervention des Künstlers Sebastian Freytag widerspiegelt, dessen Arbeit sich in Zusammenarbeit mit den Architekten mit der Geschichte des Ruhrgebiets und Dortmunds beschäftigt.

Dafür wurde ein Wortzyklus von Begriffen entwickelt, die die lokale Geschichte, Gegenwart und Zukunft beschreiben. Bei der maßgeschneiderten Programmierung werden diese Worte – von Mitarbeitern gesprochen – von Klangfrequenzen in Grafiken umgesetzt, die als Perforationsmuster auf einzelnen Kupferlegierungskassetten ausgedruckt werden. Diese „gesprochenen Worte“ erscheinen zufällig unter den regelmäßigen Perforationsgitterplatten um das Gebäude herum.

Moderne methoden

Um die Designabsichten zu realisieren, war die Kontinuität der Fassaden essentiell und die perforierte Kupferlegierungsoberfläche wurde nahtlos über Faltläden für glasierte Öffnungen aufgebracht. Moderne Detaillierungs- und Konstruktionsmethoden erwiesen sich als kritisch für die erfolgreiche Bereitstellung dieser zeitgenössischen Architektur mit ihren engen Toleranzen, mit 3D-Modellierung und Off-Site-Vorfertigungstechniken. Spezielle Fassadenplaner arbeiteten eng mit den Herstellern und dem Kupferlegierungslieferanten zusammen und entwickelten innovative Details und optimierten den Einsatz von Material.

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