Meilensteine
Von den Hamburger Anfängen in der Elbstraße bis zu den innovativen und nachhaltigen metallurgischen Lösungen, die Aurubis heute auszeichnen. Eine Unternehmensgeschichte, die sich stets den Herausforderungen der Zeit anpasst.
Einen umfassenden historischen Rückblick auf die Aurubis Geschichte erhalten Sie hier:
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Unternehmenschronik 1866–2016: Die Geschichte des Kupferkonzerns
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Marcus Salomon Beit wird die Genehmigung zur Inbetriebnahme eines "Silber-Scheid- und Schmelzofens" in der Hamburger Elbstraße erteilt. Damit ist der erste Vorläufer von Aurubis gegründet.
Gemeinsam mit seinem Bruder Raphael Salomon führt Marcus Salomon Beit das Unternehmen unter dem Namen Gold- und Silberscheider.
Raphael Salomon Beit führt die nasse Edelmetallscheidung von Gold und Silber mit Hilfe von Schwefelsäure ein. Der neue Prozess wird »Affinieren« genannt. Durch diesen neuen Prozess der Metallscheidung entwickelt sich der Betrieb in den Folgejahren zu einem »kombinierten Kupfer-Blei-Edelmetall-Hüttenbetrieb«.
Der Sohn von Raphael Salomon Beit, Lipmann Raphael, und der Hamburger Reeder Johann Cesar Godeffroy gründen gemeinsam mit dem Kaufmann Siegmund Robinow das Elbkupferwerk auf der Elbinsel Steinwerder. Es soll auch Kupfererze aus Übersee verarbeiten.
Zusammenschluss des Elbkupferwerks auf Steinwerder und L.R. Beit & Co. in der Elbstraße zur Elbhütten-Affinir- und Handelsgesellschaft.
Gründung der Norddeutschen Affinerie AG, deren Vorsitzender Dr. Ferdinand Beit wird.
Dr. Emil Wohlwill, Chefchemiker des Unternehmens, erfindet die erste vollkontinuierlich arbeitende Kupferelektrolyse.
Baustart für ein neues Werk auf der Elbinsel Peute aufgrund von Platzmangel in der Elbstraße.
Beginn des Umzugs aller Betriebe auf die Peute. In der Folge wird das alte Stammwerk der Beits in der Elbstraße abgerissen.
Die Frankfurter Metallbank und Metallurgische Gesellschaft sowie die Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roessler AG (Degussa) steigen als Großaktionäre ein.
Große Schäden an den Werksanlagen im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerangriffe. Weitgehende Stilllegung der Produktion bis zum Kriegsende. Weitere Informationen über die Zeit des 2. Weltkriegs finden Sie hier in unserer Unternehmenschronik.
Schnelle Aufnahme der Produktion nach Kriegsende. Alle wesentlichen Anlagen sind wieder in Betrieb, darunter die Gold-, Silber- und die Wismut-Elektrolyse.
Übernahme der Pflanzenschutz Urania GmbH.
Das Unternehmen feiert sein 100jähriges Bestehen.
Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Retorte Ulrich Scharrer GmbH in Röthenbach/Pegnitz, einem Hersteller von Selenprodukten für die Glas- und Futtermittelindustrie.
Joint Venture mit dem chilenischen Kupfererzeuger Codelco und den Hüttenwerken Kayser (HK) aus Lünen führt zur Gründung der Deutschen Giessdraht GmbH in Emmerich am Rhein
Börsengang der Norddeutschen Affinerie AG, erster Ausgabekurs 25 Deutsche Mark.
Übernahme der Hüttenwerke Kayser AG in Lünen, einem Unternehmen zur Verarbeitung von silber-, kupfer- und zinnhaltigen Rückständen aus der industriellen Produktion.
Übernahme der Prymetall GmbH & Co. KG, einem Hersteller von Walz- und Ziehprodukten aus Kupfer und Kupferlegierungen sowie deren 50%ige Beteiligung an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, in Stolberg.
Übernahme des belgischen Kupferproduzenten Cumerio. Die Schmelze in Pirdop (BG), die Raffination in Olen (BE), die Gießwalzdrahtproduktion in Olen und Avellino (IT) sowie die Herstellung von Spezialprofilen in Yverdon-les-Bains (CH) werden in den Konzern eingegliedert.
Umbenennung in Aurubis AG. Das Unternehmen ist nicht länger eine norddeutsche Affinerie, denn es besitzt nun Standorte in fünf europäischen Ländern.
Zukauf der Rolled Products Division (RPD) der britischen Luvata-Gruppe: Produktionsstandorte in Buffalo (USA), Finspång (SE), Pori (FI), Zutphen (NL) sowie Schneidcenter in Birmingham (GB), Dolný Kubín (SL), Mortara (IT). Durch den Standort Buffalo ist es der erste Schritt in Richtung Internationalisierung außerhalb von Europa.
Die Aurubis AG feiert ihr 150jähriges Bestehen.
- Vollständige Übernahme der Deutsche Gießdraht GmbH in Emmerich.
- Start der größten deutschen Industriewärmeversorgung am Standort Hamburg in Kooperation mit dem Energiedienstleistungsunternehmen enercity: CO2-freie Industriewärme für Hamburger Haushalte aus einem Nebenprozess der Kupferproduktion.
Erwerb der belgisch-spanischen Metallo-Gruppe mit den Standorten Beerse (BE) und Berango (ES). Konsequente Fortführung der Wachstumsstrategie durch Stärkung des Recycling-Portfolios.
Inbetriebnahme eines neuen, innovativen Anlagensystems mit Feinstfiltern und hochmoderner Anlagentechnik zur Reduzierung Diffuser Emissionen (RDE) in der Primärkupfererzeugung am Standort Hamburg.
Auf dem Weg zur Dekarbonisierung: Baustart der größten unternehmenseigenen Photovoltaikanlage am Standort Pirdop in Bulgarien als Teil des strategischen Ziels, eine klimaneutrale Produktion zu erreichen.
Teilverkauf der Flachwalzsparte Flat Rolled Products (FRP) im Sinne der neuen Unternehmensstrategie. Der Verkauf betrifft das Werk Zutphen und die Schneidcenter Birmingham, Dolný Kubín, Mortara.
Für das Batterierecycling errichtet Aurubis eine Pilotanlage im Werk Hamburg zur Verarbeitung von Schwarzer Masse aus Lithium-Ionen-Batterien.
Spatenstich und Baustart eines neuen Recyclingwerkes in Richmond, Georgia (USA). Das erste Greenfield-Projekt von Aurubis in Übersee und das erste Multimetall-Recyclingwerk, das in den USA entsteht.
Vorbereitung auf den Einsatz von Wasserstoff statt Erdgas in der Metallbehandlung. Neue Technologie in der Kupferproduktion bietet Einsparpotenzial von 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
Investition in den Bau einer neuen Anlage zur Verarbeitung von Edelmetallen mit dem Namen „Precious Metals Refinery“ (PMR).
Investitionsvolumen von rund 400 Mio. € zur Erweiterung der Elektrolyse für die Kupferproduktion und in den Bau von zwei weiteren Photovoltaikparks für den Eigenbedarf.
Die modernisierte Anlage wird rund 10 % mehr Produktionskapazität bereitstellen und damit bis zu 210.000 Tonnen Kupferkathoden pro Jahr erzeugen.
Die Aurubis AG veräußert ihren Standort Buffalo im US-Bundesstaat New York an die Wieland-Gruppe.
Die hydrometallurgische ASPA-Anlage (Advanced Sludge Processing by Aurubis) verarbeitet Anodenschlämme aus der Kupferelektrolyse der Recycling-Standorte Beerse und Lünen.
Die Recylinganlage BOB (Bleed treatment Olen Beerse) gewinnt künftig die wichtigen Industriemetalle Nickel und Kupfer aus dem Elektrolytstrom (Bleed) zurück.
Mit einem Wärmespeicher ermöglichen Aurubis und die Hamburger Energiewerke klimaneutrales Heizen für bis zu 20.000 Haushalte und sparen dabei bis zu 100.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.
Neuer Aurubis-Standort in den USA gewinnt aus Recyclingmaterial strategische Metalle für die amerikanische Energieinfrastruktur, Datenzentren, KI-Anwendungen und die Verteidigungsindustrie.
Aurubis steigert am Standort Lünen Effizienz und Unabhängigkeit durch eine neue Luftzerlegungsanlage. Sie nutzt die Umgebungsluft, erzeugt daraus hochreinen Sauerstoff und Stickstoff direkt vor Ort.